Rente und Arbeit

Andreas Schwarz, Direktor der Deutschen Rentenversicherung Baden-Wttbg. über

Rente plus Arbeit

  • derzeitiger Renteneintritt ca. 64 J. (gegenüber früher 62 J.), Konvergenz zwischen Männern und Frauen
  • knapp ¼ geht nahtlos in die Rente
  • über Altersteilzeit gehen in die Rente: 17,2 % der Männer und 12 % der Frauen
  • nach Bezug von ALG II gehen in die Rente 9,8 % der Männer und 7,8 % der Frauen
  • 18 % haben eine „Anwartschaftsversicherung“ ohne Pflichtbeiträge, davon 50 % ALG II-Bezieher, z.T. Aussteuerung durch die Krankenversicherung
  • von den passiv Versicherten, die ihre Regelrente abwarten müssen (d.h. die letzten 2 Jahre ohne Beiträge) sind 30 % Männer, 36 % Frauen; es handelt sich hier um eine vielschichtige Gruppe, die in der Regel mit 65 Jahren in die Rente gehen (z.B. Selbständige mit vorheriger Versicherung, spät Verbeamtete)
  • die Erwerbstätigkeit Älterer ist angestiegen auf 4,9 % 2012 gegenüber 2,6 % 2000
  •  in der Gruppe der 50-65-Jährigen eine deutliche Zunahme der Erwerbstätigkeit bei den Frauen: 1993 9,1 %, 2013 42, 6% (späte Fertilität, Berufsausübung selbstverständlich geworden)
  • die „demographische“ Substanz ist allerdings unterschiedlich: bei den 65-Jährigen (Nachkriegsgeneration!) ist die Säule schlanker als bei den 55-60-Jährigen; daraus kann man schließen, dass die Erwerbstätigkeit der Rentner weiter ansteigt
  • ca. 35 % der im Alter Erwerbstätigen sind über den ganzen Zeitverlauf konstant auf Zuverdienst angewiesen; 2. Aspekt: Sicherung des Lebensstandards oder finanzielle Unterstützung (!) der Kinder
  • Minijob-Bereich expandiert (Studien nach dem Mikrozensus ergeben: oft bei mittlerer Qualifikation Zunahme, Meister und Akademiker)
  • Zunahme der Zahl der Grundsicherungsempfänger, ca. 2/3,  7,5 % der Rentner, erheblicher Anteil von Migranten (Probleme der Versicherungsbiographie, z.B. nur 20-25 Jahre Beitragszahlung)
  • durchschnittliche Rente bei 45 Versicherungsjahren und Renteneintritt mit 63 Jahren: 1300 €
  • derzeit Altersarmut noch nicht das Problem, aber der „Schwenk“ kommt nach 2020 (Berechnungen gibt es nur bis 2030!), wenn der Satz über 20 % geht und das Rentenniveau absinkt
  • seit 1.7.2014 gilt die „Flexi-Rente“: während des laufenden Arbeitsverhältnisses ( aber nicht danach!) kann der Beendigungszeitpunkt hinausgeschoben werden, wobei Umfang der Arbeitszeit, Tätigkeitszuschnitt etc. geändert werden können

 

 

Angela Madaus 21.1.15

Unser Finanz-und Wirtschaftsminister, Nils Schmid, bei den Senioren

 

Zu Beginn seines Referates schilderte Nils Schmid die besondere Situation des Landes Baden-Württemberg: geringste Kriminalitätsrate, die meisten Patentanmeldungen pro Kopf, große Innovationskraft der Unternehmen und bedeutendes und bedeutsames Engagement Ehrenamtlicher, was für ihn der Beweis ist, dass „Stärke und sozialer Zusammenhalt zwei Seiten der gleichen Medaille“ darstellen.

Für die drei Aufgabenfelder, denen sich die Landesregierung weiterhin besonders widmet, gab er konkrete Beispiele: Das Tariftreuegesetz, die Digitalisierung der Wirtschaft, allgemeiner die „E-Mobilität“ stehen unter dem Motto „gute Arbeit und gute Wirtschaft“. In der Bekämpfung der prekären Beschäftigung geht das Land selber mit gutem Beispiel voran und hat  in der Landesverwaltung im Sinne einer größeren Arbeitsplatzsicherheit mehrere Tausend Stellen „entfristet“ und die entsprechenden Arbeitsverträge auf unbestimmte Zeit umgestellt.

Um dem Ziel einer größeren Bildungsgerechtigkeit näher zu kommen, wurden die Studiengebühren abgeschafft, in der frühkindlichen Betreuung wird auf intensive Sprachförderung geachtet und Gemeinschafts- und Ganztagesschulen sind einerseits ein Integrationsprojekt, sichern aber auch Schulstandorte.

Um allen jungen Leuten zu einer Ausbildung zu verhelfen, wurde in so genannten „Modellregionen“ ein Pilotprojekt auf drei Standbeinen gestartet: so genannte „Ausbildungsbotschafter“ stellen ihren Beruf in verschiedenen Schulen und Schulformen vor und motivieren so für auch weniger bekannte Ausbildungsberufe; im Sommer werden durch „Nachvermittlungen“ Auszubildende, die bisher leer ausgegangen sind, gezielt vermittelt und weiteren jungen Leuten, die keine Lehrstelle gefunden haben, wird im Rahmen der „Ausbildungsvorbereitung dual“ für die ersten 8 Wochen des Schuljahres ein Praktikumsplatz angeboten, so dass sie mit der beruflichen Praxis in Kontakt kommen und so im nachhinein noch einen Ausbildungsplatz finden können.

In der Sozial-und Familienpolitik werden durch das „Wohn- und Teilhabegesetz“ verschiedene Formen des Zusammenlebens der Generationen gefördert (hier beispielhaft die Samariterstiftung in Pfullingen!), um Familie und Beruf besser integrieren zu können und der Vereinsamung Alleinstehender abzuhelfen. Weiter soll die „Streckung“ der Lebensarbeitszeit Arbeitnehmern ermöglichen, mehr Zeit für die Familie zu haben.

Einig waren sich alle Anwesenden darin, dass Armut und spätere Altersarmut, im Erwerbsleben beginnt.

 

Angela Madaus                                                                                                        16.1.2015

 

Stammtisch

Herzliche Einladung an alle politisch Interessierten

 

Am Mittwoch, dem 14.1.,2015, 19.30 h, findet  unser Stammtisch statt.

Ort: Gaststätte Weiherwiesen, Walddorfhäslach, zwischen den beiden Ortsteilen im Sportzentrum gelegen.

Der flächendeckende Mindestlohn kommt!

Das Jahr 2015 startet mit einem wichtigen Gesetz: Nach über zehnjähriger Kraftanstrengung kommt der flächendeckende gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde am 1.1.2015 für rund 3,7 Millionen Beschäftigte Deutschland. „Das ist ein historischer Meilenstein in der Arbeitsmarktpolitik, von dem auch viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Kreis Reutlingen profitieren werden. Lohndumping gehört endlich der Vergangenheit an“, erklärt Kreisvorsitzender Sebastian Weigle...

Offensive 2016

Landesminister Nils Schmid gemeinsam mit dem Präsiduum der Kreiskonferenz

Perspektiven für Baden-Württemberg

SPD-Kreiskonferenz in Reutlingen mit Landesminister Nils Schmid

„Wahlen werden nicht nur mit Bilanzen gewonnen, Wahlen werden vor allem mit Perspektiven gewonnen“ beschrieb Minister Nils Schmid (Finanzen und Wirtschaft) vergangenen Montag auf der SPD-Kreiskonferenz das Vorhaben der Partei in Hinblick auf die kommende Landtagswahl 2016. Der Reutlinger Kreisverband hatte am 10. November 2014 seine Mitglieder in die Einrichtung der RAH im Ringelbach eingeladen, um über die gemeinsamen Wege und Ziele für die Landtagswahl 2016 zu beraten...