Andreas Schwarz, Direktor der Deutschen Rentenversicherung Baden-Wttbg. über
Rente plus Arbeit
Angela Madaus 21.1.15
Zu Beginn seines Referates schilderte Nils Schmid die besondere Situation des Landes Baden-Württemberg: geringste Kriminalitätsrate, die meisten Patentanmeldungen pro Kopf, große Innovationskraft der Unternehmen und bedeutendes und bedeutsames Engagement Ehrenamtlicher, was für ihn der Beweis ist, dass „Stärke und sozialer Zusammenhalt zwei Seiten der gleichen Medaille“ darstellen.
Für die drei Aufgabenfelder, denen sich die Landesregierung weiterhin besonders widmet, gab er konkrete Beispiele: Das Tariftreuegesetz, die Digitalisierung der Wirtschaft, allgemeiner die „E-Mobilität“ stehen unter dem Motto „gute Arbeit und gute Wirtschaft“. In der Bekämpfung der prekären Beschäftigung geht das Land selber mit gutem Beispiel voran und hat in der Landesverwaltung im Sinne einer größeren Arbeitsplatzsicherheit mehrere Tausend Stellen „entfristet“ und die entsprechenden Arbeitsverträge auf unbestimmte Zeit umgestellt.
Um dem Ziel einer größeren Bildungsgerechtigkeit näher zu kommen, wurden die Studiengebühren abgeschafft, in der frühkindlichen Betreuung wird auf intensive Sprachförderung geachtet und Gemeinschafts- und Ganztagesschulen sind einerseits ein Integrationsprojekt, sichern aber auch Schulstandorte.
Um allen jungen Leuten zu einer Ausbildung zu verhelfen, wurde in so genannten „Modellregionen“ ein Pilotprojekt auf drei Standbeinen gestartet: so genannte „Ausbildungsbotschafter“ stellen ihren Beruf in verschiedenen Schulen und Schulformen vor und motivieren so für auch weniger bekannte Ausbildungsberufe; im Sommer werden durch „Nachvermittlungen“ Auszubildende, die bisher leer ausgegangen sind, gezielt vermittelt und weiteren jungen Leuten, die keine Lehrstelle gefunden haben, wird im Rahmen der „Ausbildungsvorbereitung dual“ für die ersten 8 Wochen des Schuljahres ein Praktikumsplatz angeboten, so dass sie mit der beruflichen Praxis in Kontakt kommen und so im nachhinein noch einen Ausbildungsplatz finden können.
In der Sozial-und Familienpolitik werden durch das „Wohn- und Teilhabegesetz“ verschiedene Formen des Zusammenlebens der Generationen gefördert (hier beispielhaft die Samariterstiftung in Pfullingen!), um Familie und Beruf besser integrieren zu können und der Vereinsamung Alleinstehender abzuhelfen. Weiter soll die „Streckung“ der Lebensarbeitszeit Arbeitnehmern ermöglichen, mehr Zeit für die Familie zu haben.
Einig waren sich alle Anwesenden darin, dass Armut und spätere Altersarmut, im Erwerbsleben beginnt.
Angela Madaus 16.1.2015
Herzliche Einladung an alle politisch Interessierten
Am Mittwoch, dem 14.1.,2015, 19.30 h, findet unser Stammtisch statt.
Ort: Gaststätte Weiherwiesen, Walddorfhäslach, zwischen den beiden Ortsteilen im Sportzentrum gelegen.
Das Jahr 2015 startet mit einem wichtigen Gesetz: Nach über zehnjähriger Kraftanstrengung kommt der flächendeckende gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde am 1.1.2015 für rund 3,7 Millionen Beschäftigte Deutschland. „Das ist ein historischer Meilenstein in der Arbeitsmarktpolitik, von dem auch viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Kreis Reutlingen profitieren werden. Lohndumping gehört endlich der Vergangenheit an“, erklärt Kreisvorsitzender Sebastian Weigle...
SPD-Kreiskonferenz in Reutlingen mit Landesminister Nils Schmid
„Wahlen werden nicht nur mit Bilanzen gewonnen, Wahlen werden vor allem mit Perspektiven gewonnen“ beschrieb Minister Nils Schmid (Finanzen und Wirtschaft) vergangenen Montag auf der SPD-Kreiskonferenz das Vorhaben der Partei in Hinblick auf die kommende Landtagswahl 2016. Der Reutlinger Kreisverband hatte am 10. November 2014 seine Mitglieder in die Einrichtung der RAH im Ringelbach eingeladen, um über die gemeinsamen Wege und Ziele für die Landtagswahl 2016 zu beraten...